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Die Carolinas – Südstaatenkultur, das Meer und die Blue Ridge Mountains

Seit König Karl I. die ersten Landrechte für die Kolonie Carolina vergab, sind ziemlich genau 400 Jahre vergangen. Da wird es höchste Zeit, dass wir uns diese Gegend einmal näher anschauen. Wir beginnen unsere Rundreise in Charlotte, der größten Stadt in North Carolina. Uptown Charlotte macht richtig Spaß; die Gebäude sind modern, die Museen von internationaler Klasse, die Parks grün und schattig, was hier im Süden ganz besonders wichtig ist. Auch der Ausflug zur Billy Graham Library ist lohnenswert, immerhin handelt es sich bei dem Namensgeber um den wohl bedeutendsten Prediger der Vereinigten Staaten.

Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach South Carolina und erkunden die kleine Hauptstadt Columbia. Der Congaree National Park, fast noch im Stadtgebiet gelegen und meistens überflutet, ist jetzt im Frühjahr ziemlich ausgetrocknet, was uns eine größere Mückenplage erspart. Am Abend erreichen wir einen weiteren Bundesstaat; Savannah ist die älteste Stadt Georgias.

Der Savannah Historic District mit seinen Plätzen und mehr als 1.100 historischen Gebäuden gilt als größtes und schönstes renoviertes Stadtgebiet in den USA. Die „Squares“, mit Blumenbeeten, Denkmälern und Brunnen ausgestattet, und auch die Straßen sind vor allem wegen der mächtigen Virginia-Eichen mit ihrem herabhängendem Spanischen Moos berühmt. Unbedingt ansehen sollte man sich auch die Flaniermeile entlang des Savannah River.

Unser nächster Stopp – inzwischen wieder in South Carolina – ist das exklusive Hilton Head Island, die zweitgrößte Insel an der amerikanischen Ostküste. Im Sea Pines Forest Preserve sehen wir zum ersten Mal auf dieser Reise Alligatoren, und in dem feinen Hafenort Harbour Town steht ein fotogener rot-weiß gestreifter Leuchtturm. Über das Bilderbuchstädtchen Beaufort gelangen wir nach Charleston, mit über 900 denkmalgeschützten Häusern und einer Reihe historischer Plantagen eine weitere Perle der Südstaaten. Wir verbringen einen ganzen Tag in Downtown und einen weiteren Tag auf der Magnolia Plantation, Schildkröten und Alligatoren inklusive.

An den nächsten Tagen folgen wir der Ostküste in Richtung Norden. Myrtle Beach ist, wie viele amerikanische Küstenstädte mit langen Stränden, ein großer Rummelplatz mit Riesenrad und anderen kostenpflichtigen Vergnügungsstätten. Die kleineren Orte dagegen wie Sunset Beach oder Surf City verzichten auf den Rummel und locken die Besucher mit traumhaft schönen Stränden, die sich über hunderte von Kilometern hinziehen.

Hinter der Hafenstadt Wilmington, nun wieder in North Carolina, verlassen wir die Küste und fahren ins Landesinnere. New Bern, die Stadt der Bären, ist die Geburtsstätte von Pepsi Cola; Hauptattraktion allerdings ist der im Stil eines Schlosses angelegte Tryon Palace. Noch einmal erreichen wir das Meer; unser Standort für zwei Tage heißt Manteo. Von hier aus erkunden wir die Cape Hatteras National Seashore mit ihren Leuchttürmen, Nags Head mit einer endlosen Dünenlandschaft im Jockey’s Ridge State Park und schließlich Kitty Hawk, wo sich alles ums Fliegen dreht. Hauptattraktion ist das Wright Brothers National Memorial, das an den ersten motorbetriebenen Flug der Geschichte erinnert.

Von nun an geht es endgültig ins Innere des Landes. Downtown Raleigh, die Hauptstadt North Carolinas, ist bis auf einen Abstecher ins State Capitol wenig aufregend. Das Außengelände des North Carolina Museum of Art dagegen ist der größte Museumspark des Landes und zeigt Skulpturen der Spitzenklasse – ein absolutes Highlight dieser Reise. In Durham, nur wenige Meilen entfernt, besuchen wir den American Tobacco Campus, heute ein Wohn- und Ausgehviertel, früher mit Lucky Strike die größte Tabakfabrik der Welt. Auch Greensboro, wegen der hier ansässigen Headquarters von Lee und Wrangler auch Jeansboro genannt, lässt sich in wenigen Stunden erkunden.

Die letzte Stadt dieser erweiterten Metropolregion heißt Winston-Salem; hier bummeln wir über die alte Covered Bridge und durch das Freilichtmuseum Old Salem. Dann geht es endlich in die Berge, genauer gesagt in die Blue Ridge Mountains. Im Hanging Rock State Park wandern wir zum gleichnamigen Felsen; von hier oben hat man einen atemberaubenden Ausblick. In dem kleinen Städtchen Mount Airy dreht sich alles um die Andy Griffith Show, die hier vor vielen Jahrzehnten spielte und die in Amerika fast jeder kennt.

In der äußersten Südspitze von Virginia fahren wir auf den Blue Ridge Parkway, eine 750 km lange Panoramastraße quer durch die Appalachen. Leider ist ein Großteil der Strecke gesperrt; Grund dafür sind die verheerenden Schäden durch den Hurrikan Helene im vergangenen Herbst. So bleiben wir weitgehend auf größeren Straßen, passieren die Studentenstadt Boone, schauen bei den Linville Falls und den beeindruckenden Catawba Falls vorbei und kommen schließlich nach Asheville, das im Zentrum von Helene lag und durch das Unwetter massive Schäden erlitt.

Die Hauptattraktion der Stadt, das Biltmore Estate, ist zum Glück wieder eröffnet. Die Gartenanlagen sind wunderschön, hier kann man sich viele Stunden lang aufhalten. Zudem gibt es in diesem Monat rund um Asheville Millionen von friedlichen Zikaden, die gerade geschlüpft sind und einen Höllenlärm veranstalten – ein ungewöhnliches und für uns einmaliges Erlebnis. Am Nachmittag schauen wir uns noch den River Arts District und die wiederhergestellte Innenstadt an; auch hier gibt es viel zu entdecken.

Nach einem Kaffee im Grove Park Inn, einem Luxushotel hoch oben über der Stadt, geht es weiter in den Great Smoky Mountains National Park. Leider ist der Clingmans Dome, mit 2.025 Metern höchster Punkt in der Region, nebel- und regenverhangen; an sonnigen Tagen ist die Aussicht hier wohl wunderschön. Wir überqueren die State Line nach Tennessee und landen in Gatlinburg, bekannt als Tor zu den Smoky Mountains und touristisch ein einziger großer Vergnügungspark.

Noch einmal durchqueren wir einen Teil der Smokies, laufen den Fighting Creek Nature Trail und sehen uns The Sinks an, einen Wasserfall direkt an der Straße. Letzte größere Stadt auf dieser Rundreise ist Knoxville; Wahrzeichen seit der Weltausstellung im Jahre 1982 ist The Sunsphere im World’s Fair Park. Eine Tornado-Warnung treibt uns ins Knoxville Museum of Art, wo wir uns eine Weile umschauen, während der Sturm dann doch an anderer Stelle vorbeizieht. 

Auf dem weiten Weg zurück nach Charlotte schauen wir uns noch die Dolly-Parton-Statue in Sevierville an; die Country-Sängerin ist die berühmteste Tochter der Stadt. Nach einer letzten Übernachtung in Mooresville und einem Abstecher zum College von Davidson, wo es noch einmal einen kleinen Skulpturenpark gibt, fahren wir zum Charlotte Douglas International Airport, wo unsere Reise durch die Carolinas – inklusive unserer Abstecher nach Georgia und Tennessee – endet.

Streckenführung

Tag/DayVon/FromNach/ToRoute
01Charlotte Airport (CLT)Charlotte015 m / 025 km
02CharlotteCharlotte015 m / 025 km
03CharlotteColumbia100 m / 160 km
04ColumbiaSavannah210 m / 340 km
05SavannahSavannah000 m / 000 km
06SavannahCharleston190 m / 305 km
07CharlestonCharleston015 m / 025 km
08CharlestonCharleston070 m / 110 km
09CharlestonMyrtle Beach100 m / 160 km
10Myrtle BeachWilmington085 m / 135 km
11WilmingtonWashington135 m / 215 km
12WashingtonManteo135 m / 215 km
13ManteoManteo140 m / 225 km
14ManteoRoanoke Rapids160 m / 260 km
15Roanoke RapidsDurham105 m / 170 km
16DurhamGreensboro080 m / 130 km
17GreensboroMount Airy105 m / 170 km
18Mount AiryBoone105 m / 170 km
19BooneAsheville145 m / 235 km
20AshevilleAsheville020 m / 030 km
21AshevilleGatlinburg140 m / 225 km
22GatlinburgKnoxville060 m / 095 km
23KnoxvilleMooresville230 m / 370 km
24MooresvilleCharlotte Airport (CLT)055 m / 090 km
Total2.415 m / 3.885 km

Die Reise in Bildern