
USA
* 26. November 1924 New York
† 9. Juni 2000 New Brunswick (NJ)
George Segal wurde vor allem durch seine Gipsabgüsse realer Menschen bekannt, die meist lebensgroß sind und einfache Körperhaltungen zeigen. Die Figuren stehen oder sitzen in alltäglichen Situationen: an Bushaltestellen, in Bars, auf Parkbänken oder in Badezimmern. Häufig kombiniert er die Figuren mit echten Alltagsgegenständen (Möbel, Straßenschilder, oder Badewannen), was die Szenen besonders realistisch macht. Die von ihm geschaffenen „Environments“ bilden kleinere und größere Dioramen.
Da Segal bei vielen seiner Kunstwerke gänzlich auf Farbe verzichtete, blieben diese gipsweiß. Das verleiht ihnen eine geisterhafte, zeitlose Wirkung und lenkt den Fokus auf Haltung und Situation. Sofern der Künstler doch Farben benutzte, waren die Figuren meist einfarbig gehalten. Trotz räumlicher Nähe wirken die Personen oft melancholisch, traurig oder distanziert, auch wenn mehrere von ihnen beisammen sind. Segal wird zwar der Pop Art zugerechnet, unterscheidet sich aber von Warhol oder Lichtenstein durch seine ernste, sozialkritische und nachdenkliche Haltung.













