Mitte des Westens
Wyoming, Nebraska, South Dakota, Montana, Idaho, Utah, Colorado

In der Mitte des Westens

Mitte des WestensUnsere Tour führt uns diesmal in sieben Bundesstaaten, die geografisch teilweise dem Südwesten, dem Nordwesten und dem Mittleren Westen zugeordnet werden. So ist es nur folgerichtig, dass wir diese Route als Reise in die Mitte des Westens bezeichnen. Richtig große Städte werden uns diesmal nicht begegnen; dafür gibt es großartige Parks, jede Menge National Monuments und viele Tiere und Pflanzen, die wir hier erstmalig sehen werden.

Wie schon vor ein paar Jahren starten wir in Denver und fahren zunächst nach Cheyenne, der Hauptstadt Wyomings. Die Stadt der “Big Boots” hat sehr viel Lebensqualität und lädt zu einem Tagesaufenthalt ein. Das Scotts Bluff National Monument liegt schon in Nebraska und stellte einst eine wichtige Wegmarke auf einem Planwagen-Trail dar. Genauso bizarr steht der Chimney Rock in der Landschaft. Mit Carhenge wartet ein Geheimtipp auf uns: Autos, die wie die Felsen von Stonehenge kreisförmig angeordnet sind. Nächstes Ziel ist Hot Springs in South Dakota, das sich als südliches Tor zu den Black Hills bezeichnet.

Da wir lieber an der frischen Luft sind, lassen wir den Windcave National Park mit seinem 202 Kilometer langen Höhlensystem aus. Stattdessen erwartet uns der Custer State Park mit der weltweit größten Bisonherde, mit Präriehunden und vielen anderen Wildtieren. Anschließend besuchen wir das erste wirklich große Highlight der Reise, den Mount Rushmore. Jeder der vier Präsidentenköpfe – Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln – steht für eine andere Denkrichtung des amerikanischen Volkes.

Weniger spannend ist das Crazy Horse Memorial; vom riesigen Steinbild des berühmten Oglala-Indianers ist erst der Kopf fertig – der Rest soll noch 100 Jahre dauern. Spektakulär wird es dann noch einmal auf dem Needles Highway mit seinen spitzen Granittürmen und dem nur einen Pkw breiten Felsentunnel.

Von Rapid City aus unternehmen wir einen Ausflug in den Badlands National Park; auf dem rund 30 Kilometer langen Badlands Loop erfährt man die skurrile Landschaft aus nächster Nähe. Unbedingt aufsuchen sollte man den Wall Drug Store am Highway 90, ein großer Souvenirshop mit einem Café, das seit 1931 mit einer Tasse Kaffee für 5 Cent die Besucher anlockt. In Rapid City sind das Berlin Wall Memorial und die norwegische Stabkirche einen Abstecher wert. Im Spearfish Canyon sind die Roughlock Falls sehenswert, dann folgt der nächste Knaller: der Devils Tower ist ein gigantischer Monolithblock und Vulkan, den man zu Fuß umrunden kann.

Über Sheridan erreichen wir – jetzt in Montana – das Little Bighorn Battlefield National Monument, auf dem die amerikanische Armee unter General Custer 1876 eine verheerende Niederlage gegen die Indianer der Region einstecken musste. In Billings, größte Stadt und Versorgungsstützpunkt der Region, sollte man sich auf jeden Fall den riesigen schneeweißen Montana Temple ansehen. Über den Beartooth Pass geht es nach Süden, wo der unbestrittene Höhepunkt dieser Reise wartet: der Yellowstone National Park. Im zentralen Canyon Village werden wir insgesamt vier Nächte bleiben.

Nach diesem großartigen Park wirkt der kleine Bruder direkt nebenan natürlich ein wenig einfacher; wir erkunden den Grand Teton National Park mit seinen schroffen Bergspitzen von Jackson Hole aus. Dann wird es Zeit für den Bundesstaat Idaho, genauer gesagt für Idaho Falls. Interessant ist, dass die Wasserfälle mitten in der Stadt liegen. Zudem sollte man sich den 8. Tempel der Mormonen ansehen – beeindruckend groß, der weiße Kasten. Danach geht es wieder in die Natur, und zwar zum Craters of the Moon National Monument. So stellt man sich die Landschaft auf dem Mond vor – ganz viel Lava und pechschwarze Steine. Doch immerhin sehen wir hier auch ab und zu ein Blümchen, das es geschafft hat.

In Twin Falls gibt es noch einmal ein paar Wasserfälle zu bestaunen, dann ziehen wir weiter in die Einöde Utahs – nur Prärie, braune Hügel, Steine. Der Rocket Garden des Rüstungskonzerns ATK mitten in der Wüste ist eine willkommene Abwechslung, auch wenn dies nicht gerade unser bevorzugter Industriezweig ist. Die Fahrt lohnt sich dennoch, denn die nun folgende Golden Spike National Historic Site muss man einfach gesehen haben. Inmitten der Wüste stehen zwei buntglänzende Lokomotiven und markieren die Stelle, an der 1869 die transkontinentale Eisenbahnstrecke der USA geschlossen wurde. Über Ogden erreichen wir schließlich Salt Lake City, Hauptsitz der Mormonen und die größte Stadt zwischen Denver und Las Vegas. Die hübsche Stadt hat sich einen ganzen Reisetag verdient.

Auf dem Weg nach Osten passieren wir die Flaming Gorge National Recreation Area (Rehe und Bergschafe kann man fast streicheln, und die Schlucht ist auch nicht ohne) und etwas weiter den Green River Dam. In Vernal liegt das Dinosaur National Monument, wo man sich jede Menge Knochen der ausgestorbenen Riesen ansehen kann – wer es denn mag! Die Einöde Utahs geht irgendwann in die Einöde von Colorado über; am Rand der Rocky Mountains übernachten wir noch einmal in Steamboat Springs. Über Winter Park (das kennen wir!) erreichen wir schließlich Denver, wo sich die Runde schließt.

Google Maps

Streckenführung

TagVonNachWegstrecke
1. TagDenver Airport (DEN)Cheyenne105 m / 170 km
2. TagCheyenne000 m / 000 km
3. TagCheyenneHot Springs360 m / 580 km
4. TagHot SpringsRapid City120 m / 195 km
5. TagRapid CityBadlands NP170 m / 275 km
6. TagRapid CitySheridan330 m / 530 km
7. TagSheridanBillings140 m / 225 km
8. TagBillingsYellowstone NP250 m / 400 km
9. TagYellowstone NP080 m / 130 km
10. TagYellowstone NP050 m / 080 km
11. TagYellowstone NP080 m / 130 km
12. TagYellowstone NPJackson130 m / 210 km
13. TagJackson050 m / 080 km
14. TagJacksonIdaho Falls100 m / 160 km
15. TagIdaho FallsTwin Falls190 m / 305 km
16. TagTwin FallsSalt Lake City245 m / 395 km
17. TagSalt Lake CitySaltair030 m / 050 km
18. TagSalt Lake CityVernal230 m / 370 km
19. TagVernalSteamboat Springs165 m / 265 km
20. TagSteamboat SpringsDenver Airport (DEN)190 m / 305 km
Gesamtstrecke3.015 m / 4.855 km

Die Reise in Bildern