Maritimes
Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island

Die Maritimes – Kanadas kleine Provinzen

Die MaritimesAls Maritimes werden drei kleine Provinzen im Osten Kanadas bezeichnet: Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island. Zusammen mit Neufundland und Labrador nennt man sie aufgrund ihrer geografischen Lage auch Atlantikprovinzen

Unsere Reise beginnt in Halifax, der größten Stadt der Maritimes; einen Tag sollte man hier schon einplanen. Danach verlassen wir die Gegend entlang der Südküste; erstes Ziel ist der Taylor Head Provincial Park, wo uns eine abwechslungsreiche Wanderung erwartet. Bei Sherbrooke biegen wir nach Norden ab und erreichen über Antigonish die Brücke nach Cape Breton Island. In Baddeck kann man im Alexander Graham Bell National Historic Museum nachvollziehen, wie Bell seinerzeit das Telefon erfand.

Dann wird es Zeit für den Cabot Trail, eine der berühmtesten Routen Kanadas. Die rund 300 Kilometer lange Straße führt entlang der Küste von Cape Breton Island einmal rund um die Insel. In Chéticamp liegt der westliche Eingang zum Cape Breton Highlands National Park, einem Paradies für alle Wanderfreunde. Die Nr. 1 unter den Wanderwegen ist der Skyline Trail, knapp 10 Kilometer lang; auf halber Strecke erwartet uns ein Boardwalk mit mehr als 250 Stufen und einer grandiosen Aussicht auf den Atlantik.

Am nördlichen Ende der Insel liegt Cabots Landing Provincial Park, wo der Entdecker John Cabot im Jahre 1497 an Land gegangen sein soll. Auf dem Rückweg an der Ostküste sollte man unbedingt einen Kaffee im Dancing Moose Café trinken – das Ambiente ist klasse. Mit der Englishtown Ferry geht es über die St. Ann’s Bay und weiter in die Industriestadt Sydney; die Riesengeige im Hafen, „The Fiddle“, muss man einfach gesehen haben. Weiter südlich wartet schließlich in Louisbourg das gleichnamige Fort – die Anlage gilt als die größte in Nordamerika.

Die Maritimes

Bevor wir die Insel verlassen, schauen wir uns noch den historischen St. Peters Canal an. Dann geht es weiter zum kleinen Fährhafen Caribou, wo wir nach Prince Edward Island übersetzen. Die Hauptstadt Charlottetown sieht hübsch aus, spannender ist jedoch das Anwesen von Green Gables, die Hauptattraktion der Insel. Der Hof diente als Vorlage für das weltbekannte Kinderbuch „Anne of Green Gables“. Weiterhin sehenswert ist das Canadian Potato Museum in O’Leary – immerhin kommen 25 Prozent aller kanadischen Kartoffeln von dieser kleinen Insel. Die beiden Leuchttürme an Cape North und Cape West sind nett anzusehen, bieten aber keine touristische Infrastruktur. 

Über die imposante Confederation Bridge gelangen wir nach New Brunswick. Erste Station ist Shediac, Lobster Capital of the World (ein Riesen-Lobster steht als Denkmal am Hafen). Die Dune de Bouctouche ist eine zwölf Kilometer lange Sanddüne, die man auf einem schönen Boardwalk erkunden kann. Miramichi und Grand Falls dienen als reine Versorgungsstädte; Hartland dagegen hat die längste überdachte Holzbrücke der Welt. Die hübsche kleine Hauptstadt Fredericton lässt sich in kurzer Zeit besichtigen.

Unser nächstes Ziel heißt St. Stephen, vom US-Bundesstaat Maine nur durch einen Fluss und drei Brücken getrennt. In der „Chocolate Town of Canada“ steht Kanadas älteste Schokoladenfabrik der Firma Ganong; wir empfehlen eine Führung durch die Produktion und anschließend eine heiße Schokolade. Das nahe St. Andrews ist ein wirklich hübsches Städtchen und besitzt mit dem Luxushotel Algonquin ein architektonisches Schmuckstück.

In Saint John sollte man sich unbedingt die Reversing Falls ansehen; der St. John’s River wechselt hier zweimal am Tag die Fließrichtung. In St. Martins gibt es die einzige Stelle auf der Welt, von der aus man gleichzeitig zwei überdachte Brücken und einen Leuchtturm fotografieren kann. Auf keinen Fall darf man sich eine Fahrt auf dem kostenpflichtigen Fundy Trail Park entgehen lassen; die 30 km lange Straße ist wunderschön gestaltet und bietet tolle Ausblicke auf die Bay of Fundy

Neben dem Cabot Trail ist der Fundy National Park das zweite Top-Ziel der Maritimes. In Cape Enrage steht der älteste Leuchtturm New Brunswicks, und nicht weit davon liegen die Hopewell Rocks, auch Flowerpot Rocks genannt. Die skurrilen Felsen stehen auf dem Meeresboden, auf ihnen wachsen Bäume und Büsche. Man kann zwischen ihnen umherlaufen – bis die Flut kommt und den Meeresspiegel um sagenhafte 21 Meter anhebt. Ein absolutes Muss auf dieser Tour! Über Moncton und Sackville (mit dem schönen Waterfowl Park) kommen wir nach Truro, wo der Victoria Park sehr empfehlenswert ist; es handelt sich um einen ausgedehnten Waldpark mit steilen Holztreppen, Felsenklippen und zwei Wasserfällen. 

Der letzte Abschnitt der Reise führt uns durch den Südwesten von Nova Scotia. Die GrandPré National Historic Site bei Wolfville erinnert an die Deportation der Akadier durch die Briten. Annapolis Royal bildet das Tor zum Kejimkujik National Park, und Yarmouth ist der westliche Versorgungspunkt ohne große Reize. Auf dem Rückweg entlang der Südküste liegen dann noch zwei touristische Attraktionen: die kleine Stadt Lunenburg ist Kanadas älteste deutsche Siedlung und lädt mit seinen bunten Häusern und dem idyllischen Hafen zum Verweilen ein. Kurz vor Halifax erreichen wir Peggy’s Cove; Peggy’s Point Lighthouse ist der am meisten fotografierte Leuchtturm Kanadas. Unsere Rundfahrt endet am internationalen Flughafen von Halifax

Google Maps

Streckenführung

TagVonNachWegstrecke
1. TagHalifax Airport (YHZ)Halifax035 km
2. TagHalifax000 km
3. TagHalifaxWhycocomagh375 km
4. TagWhycocomaghCape North220 km
5. TagCape NorthLouisburg245 km
6. TagLouisburgPictou320 km
7. TagPictouGreen Gables150 km
8. TagGreen GablesSummerside305 km
9. TagSummersideMiramichi250 km
10. TagMiramichiFredericton445 km
11. TagFrederictonSt. Andrews165 km
12. TagSt. AndrewsAlma250 km
13. TagAlmaTruro320 km
14. TagTruroAnnapolis Royal335 km
15. TagAnnapolis Royal030 km
16. TagAnnapolis RoyalYarmouth160 km
17. TagYarmouthLunenburg265 km
18. TagLunenburgHalifax Airport (YHZ)170 km
Gesamtstrecke4.040 km

Die Reise in Bildern