
Kanada
* 28. Februar 1929 Toronto
Anders als etwa Claes Oldenburg, Seward Johnson oder Jaume Plensa schafft der wohl berühmteste Architekt und Designer der Gegenwart keine Figuren oder Skulpturen. Die von Frank O. Gehry entworfenen monumentalen Gebäude der Postmoderne zeichnen sich vor allem durch dynamische Linien und durch die Verwendung von ungewöhnlichen Materialien aus.
Der Architekt wendet sich demonstrativ von der geradlinigen Nüchternheit moderner Bauten ab und verbindet stattdessen unregelmäßige, chaotische Formen, abgewinkelte Ebenen, kippende Räume, umgekehrte Formen und eine gebrochene Geometrie zu einem Gesamtkunstwerk. Auf diese Weise entstehen einzigartige Werke, in denen Kunst und Gebäude miteinander verschmelzen.
Im Verlauf seiner mehr als sechzigjährigen Karriere hat Gehry über 70 Gebäude entworfen und realisiert, darunter das ikonische Guggenheim-Museum in Bilbao, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, das Dancing House in Prag oder die Fondation Louis Vuitton in Paris. Aber auch kleinere Projekte für Wohn- und Krankenhäuser und soziale Einrichtungen wurden von ihm umgesetzt.



















