Logo

Travelling the USA, Canada and Australia


Frankfurt


Calgary


Vancouver

Ulrichs, Timm

Deutschland

* 31. März 1940 Berlin

Timm Ulrichs, der sich selbst als „Totalkünstler“ bezeichnet, arbeitet seit mehr als 60 Jahren mit Witz und Widerspruchsgeist an der konsequenten Umsetzung einer absoluten Verschmelzung von Kunst und Leben. Das zentrale Prinzip seines künstlerischen Schaffens lautet „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“ und mündet in der Formel „Totalkunst ist das Leben selbst“.

Für Ulrichs lässt sich dieses Prinzip mit den traditionellen Mitteln der Kunst nicht mehr verwirklichen. Die logische Schlussfolgerung ist, dass er mit nahezu jedem Material über alle künstlerischen Disziplinen hinweg arbeitet; er ist Poet und Bildhauer, Fotograf und Zeichner, Aktionist und Performer, Konzept- und Objektkünstler. Dabei zielt sein Werk, das Zeichnungen, Texte, Skulpturen, Installationen, fluoreszierende Lichtereignisse und vieles mehr umfasst, auf die Überwindung des zeitlich, örtlich und kulturell begrenzten Raums von Museum und Galerie.

Auch wenn Ulrichs Werke beim ersten Blick oft ein Schmunzeln oder auch Entrüstung hervorrufen, so ist sein Hauptanliegen nicht der Gag oder die Provokation an sich. Ihm geht es vielmehr um die gründliche Erschütterung des traditionellen Kunstbetriebs mit seinen oft unreflektierten Gewohnheiten und Ritualen. Nichts verdeutlicht dies besser als sein Auftreten auf dem Kölner Kunstmarkt 1975, wo er, versehen mit Augenbinde und Blindenstock, ein Schild um den Hals trug mit der Aufschrift: „Ich kann keine Kunst mehr sehen!“