
Deutschland
* 20. Juni 1924 Würzburg
† 22. Februar 2017 Ganslberg
Fritz Koenig war einer der international bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Wiederkehrende Motive seiner Skulpturen sind stark reduzierte geometrische Formen, die den menschlichen Körper stilisieren. Die kugelförmigen Köpfe sitzen dabei oft auf schlanken Säulen oder Stelen; Körper und Gliedmaßen erscheinen zylinderförmig. Ein Großteil der Skulpturen ist aus Bronze gegossen.
Zu den wichtigsten Werken von Koenig, der sich insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg intensiv mit Vergänglichkeit, Trauer und Erinnerung beschäftigte, gehören das Mahnmal für das Konzentrationslager Mauthausen und das Denkmal für die Opfer des Attentats während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München.
Koenigs Hauptwerk und bekannteste Arbeit ist die 20 Tonnen schwere und fast acht Meter hohe „Große Kugelkaryatide“, die bis zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf dem Vorplatz des World Trade Centers in New York stand. Die Skulptur konnte als einziges erhaltenes Kunstwerk beschädigt, aber weitestgehend intakt aus den Trümmern der Zwillingstürme geborgen werden. Die bei den Amerikanern als „The Sphere“ bekannte Bronzekugel wurde so von einem Kunstwerk zu einem symbolischen Mahnmal des Anschlags und steht seit 2017 im Liberty Park am Rande des neu erbauten World Trade Centers.




























































