
Deutschland
* 16. November 1954 Oldenburg
Das künstlerische Werk von Thomas Schütte zeigt, im Unterschied zu vielen anderen Bildhauern, kein klar erkennbares Alleinstellungsmerkmal; eine große Vielseitigkeit und die Verweigerung gegenüber allen Kategorisierungen sind das unverkennbare Markenzeichen des vielleicht wichtigsten deutschen Bildhauers der Gegenwart. Dies spiegelt sich sowohl in den Techniken als auch in den Werken wider.
Schütte arbeitet mit Metall, Bronze, Stahl, Ton, Holz oder Glas und wechselt dabei bewusst zwischen monumentalen Außenskulpturen, Installationen, Architekturmodellen und kleineren Werken. Figürliche Arbeiten stehen neben abstrakten Formen, der Formfindung sind keine Grenzen gesetzt. Die „United Enemies“, eine seiner bekanntesten Werkgruppen, sorgten weltweit für Aufsehen.
Ein frühes architektonische Modell Schüttes wurde 2016 nach einer intensiven Planungsphase mit der Skulpturenhalle Neuss Wirklichkeit. Hierbei handelt es sich um eine Ausstellungshalle, in der sowohl die eigenen Skulpturen als auch Werke anderer Künstler gezeigt werden. Gleichzeitig dient das Gebäude als Depot, denn der Künstler verkauft nur etwa ein Viertel seiner Werke an Sammler. Die Ausstellungshalle ist nicht nur Museum und Depot, sondern selbst ein Kunstwerk; hier verschwimmt die Grenze zwischen Modell, Kunstobjekt und realer Architektur.












