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Otto, Waldemar

Deutschland

* 30. März 1929 Petrikau

† 8. Mai 2020 Worpswede

Im Konflikt zwischen gegenständlicher und abstrakter Kunst entwickelte sich Waldemar Otto schon früh zum entschiedenen Vertreter der figurativen Bildhauerei. Seine lebensgroßen Skulpturen zeigen fast ausschließlich den Menschen, als Einzelperson, als Komposition aus mehreren Personen oder als Gestalt aus der Antike. Mit seinen meist nachdenklich, bedrückt oder ernst erscheinenden Menschen stellte der Bildhauer seine Figuren in ihrem sozialen Umfeld dar, oft reduziert auf den nackten Körper bis hin zum Torso.

Die Idee einer Gegenwartskunst lehnte Otto vehement ab; seine Absicht war es, Werke zu schaffen, die auch in der Zukunft Bedeutung haben. Im Laufe der Jahrzehnte fertigte er rund 750 Bronzeskulpturen, die auf der ganzen Welt ausgestellt werden und im Bild vieler Städte verankert sind. Mit den besonderen Wölbungen seiner Skulpturen bringt Otto seine ganz eigene Formensprache zum Ausdruck, was diese Werke unverwechselbar macht. Schon auf den ersten Blick kann der Betrachter sie mit dem Künstler verbinden.