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Koons, Jeff

USA

* 21. Januar 1955 York (PA)

Der Amerikaner Jeff Koons begann seine Karriere mit der Kunstserie The New, bestehend aus einer Reihe von Staubsaugern, die in Vitrinen eingeschlossen und von Neonlichtern beleuchtet wurden. Mit der Werkgruppe Banality – zwanzig Skulpturen aus Porzellan und Holz, die bis ins letzte Detail konzipiert sind – schaffte er den internationalen Durchbruch; zu dieser Serie gehört auch die berühmte Skulptur von Michael Jackson mit dessen Hausaffen Bubbles.

Die Werkgruppe Celebration, an der Koons seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet, stellt bis heute seine aufwendigste Serie dar. Die technisch perfekten, hochglänzenden Edelstahlskulpturen wie etwa Balloon Dog, Puppy oder Tulips, die wie aufgeblasene Ballons wirken, sind in ihrer Art einmalig und unverwechselbar. Der Künstler arbeitet dabei wie ein Unternehmer: er entwickelt die Konzepte, lässt die Werke aber in großen Werkstätten von Spezialisten produzieren.  

Koons, der in seinen Werken vor allem Konsum und Luxus thematisiert, wird von seinen Kritikern gerne als König des Kitschs bezeichnet. Seine Werke erzielen Rekordpreise und stehen im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz, was ihn zu einem der umstrittensten Künstler der Gegenwart macht. Koons hat im Laufe seines Lebens mehrere Auktionsrekorde gebrochen. Sein aktueller Weltrekord wird von Rabbit gehalten, einem silbernen Kaninchen aus Edelstahl, das 2019 bei Christie’s zu einem Preis von 91 Millionen US-Dollar versteigert wurde und damit das teuerste Werk ist, das jemals von einem noch lebenden Künstler verkauft wurde.