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Shea, Judith

USA

* 1948 Philadelphia (PA)

Judith Shea begann ihre künstlerische Laufbahn nicht als klassische Bildhauerin, sondern mit einer Ausbildung zur Modedesignerin, was ihre Arbeit bis heute prägt. Kleidung spielt in ihrem Werk eine besondere Rolle und symbolisiert den menschlichen Körper – oder auch seine Abwesenheit. So bestehen ihre früheren Skulpturen aus leeren Kleidungsformen, die durch ihre reine Anwesenheit einen menschlichen Körper suggerieren, obwohl sich niemand darin befindet. Diese „leeren Gewänder“ bieten dem Betrachter viel Raum für Projektion und Interpretation.

In den 1990er Jahren begann Shea, ganze Figuren mit Köpfen und differenzierten Merkmalen zu schaffen, oft in Kombination verschiedener Materialien wie Bronze, Eisen, Holz, Stoff, Schaum und sogar Haar. Diese Skulpturen wirken sehr realistisch und ausdrucksstark. Ein weiteres, wiederkehrendes Merkmal ihrer Arbeiten ist der Dialog mit der Kunstgeschichte; antike Skulpturen, klassische Statuen oder religiöse Ikonen sind häufig Vorbilder für ihre Kunstwerke.