
Deutschland
* 1953 Ravensburg
Robert Schad verwandelt schweren Stahl in filigrane, bewegte Linien im Raum, die in der Kunstwelt gerne als „skulpturale Zeichnungen“ beschrieben werden. Dabei nutzt der Künstler für seine Stahlskulpturen massive Vierkantstäbe mit konstantem Querschnitt, üblicherweise 45-60 mm. Die Linien seiner Kunstwerke entstehen nicht durch Krümmungen oder Biegungen, sondern durch das gelenkartige Verschweißen von geraden Elementen unterschiedlicher Länge. Durch kleine Schweißpunkte, Gelenkverdickungen und sorgfältige Statik erscheinen die Arbeiten trotz ihres Gewichts und ihres Materials leicht und dynamisch; sie wirken grazil und wachsen fast tänzerisch in die Höhe.
Schad nennt seine Skulpturen folgerichtig „plastische Choreografien“, und es verwundert nicht, dass er immer wieder mit Tänzern und Choreografen zusammenarbeitet. Seine Werke erreichen nicht selten die Höhe ausgewachsener Bäume und tragen Titel ohne tiefere Bedeutung wie „Enfim“ oder „Merlak“, was bewusst freie Assoziationen beim Betrachter ermöglicht. So bleibt es diesem letztlich überlassen, die Skulpturen immer wieder neu zu entdecken und zu interpretieren.



































