Friedrich Gräsel verwendete für seine klar strukturierten Werke, angeregt durch das industrielle Umfeld seiner Heimatstadt Bochum, maschinell gefertigte Stahlelemente, die er zu komplexen, oft großformatigen Skulpturen zusammenfügte. Zentrales Thema seiner sogenannten „Röhrenplastiken“ ist dabei die Idee des Moduls; viele seiner Skulpturen bestehen aus wiederholbaren, systematisch aufgebauten Einheiten, die an Maschinen, technische Anlagen oder wissenschaftliche Apparaturen erinnern.
Gräsel verstand Kunst als etwas, das sich auch rational konzipieren lässt. Als Grenzgänger zwischen künstlerischer Gestaltung, Technik und Wissenschaft entwickelte er seine Arbeiten stets mithilfe von technischen Zeichnungen, was seinen Werken eine mathematische, konstruktive Ordnung verleiht. Neben den freien Skulpturen hat der Künstler auch Röhrenplastiken geschaffen, die als Endrohre von Klimaanlagen technische Funktionen haben.











