
Deutschland
* 16. September 1886 Straßburg
† 7. Juni 1966 Basel
Der deutsch-französische Künstler Jean (Hans) Arp, der sich zu Beginn seines künstlerischen Wirkens in der Pariser Kunstszene der Konstruktivisten und Surrealisten bewegte, gilt als Mitbegründer des Dadaismus 1916 in Zürich und als Pionier der biomorphen Abstraktion. Er liebte weiche, fließende, organisch-gerundete Formen; seine Skulpturen erinnern häufig an natürliche Elemente wie Pflanzen, Kieselsteine oder menschliche Körperteile, ohne diese direkt abzubilden.
Der Künstler arbeitete eng mit seiner ersten Frau, der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp, zusammen. Seine Werke sind in der Regel nicht gegenständlich. Es ging ihm nicht darum, etwas realistisch darzustellen, sondern um Rhythmus und Harmonie in abstrakten, meist glatten Formen, die sein Werk bis heute unverkennbar machen.
Besonders in seinen frühen Dada-Collagen nutzte Arp das Prinzip des Zufalls, um traditionelle Vorstellungen von Kontrolle und Planung eines Künstlers infrage zu stellen. Berühmt sind seine „Zufallskompositionen“, bei denen er Papierstücke fallen ließ und sie genau dort fixierte, wo sie landeten. Das Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen ist ganz dem berühmten Künstler-Ehepaar gewidmet.














