
USA
* 29. Juni 1927 Pendleton (OR)
† 22. Dezember 2016
Wie sein Lehrmeister Buckminster Fuller beschäftigte sich Kenneth Snelson mit ‚Tensegrity‘, einem Kunstwort aus den englischen Begriffen tension (Zugspannung) und integrity (Ganzheit). Seine auf diesem Prinzip basierenden filigranen Skulpturen bilden ein stabiles Stabwerk, in dem sich starre Röhren und Stäbe (in der Regel aus Edelstahl) nicht berühren, sondern lediglich durch flexible Zugelemente wie Seile und Kabel miteinander verbunden sind. Die Stabilität der Werke wird dabei ausschließlich durch die Zugspannung zwischen den Elementen gewährleistet, die oft als wiederkehrende Module eingesetzt werden.
Snelsons Arbeiten basieren auf präzisen geometrischen und physikalischen Prinzipien; trotz ihrer technischen Komplexität wirken die Werke leicht, offen und dynamisch. Raum und Hintergrund bleiben auf diese Weise sichtbar, Durchblick und Perspektivwechsel werden zu essenziellen Bestandteilen der Skulptur.










