Dan Graham, der neben der bildenden Kunst auch in Musik, Film und Performance arbeitete, behandelte in seinen Werken immer wieder den Menschen in Wechselbeziehung zu seiner Umwelt. Bekannt wurde er vor allem durch seine Pavillons, verglaste oder verspiegelte Aluminium- oder Stahlrahmenkonstruktionen, die eher minimalistisch erscheinen.
Der Künstler verwendete in der Regel Halbspiegel-Glas (Spionglas), das Reflexionen, Transparenzen und Überlagerungen hervorruft. Je nach Standort, Bewegung und Lichtverhältnissen verändert sich die Wahrnehmung; die Kunstwerke werden zum interaktiven Gegenspieler des Betrachters. Grahams Pavillons stehen in der Regel nicht in Museen und sind ganz bewusst nicht nur Außenskulpturen, sondern begehbare Gebilde im öffentlichen Raum und damit Architektur und Skulptur zugleich.













