
Deutschland
* 8. November 1933 Germersheim
† 15. Juni 2004 Baierbrunn
Lothar Fischer, einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit, arbeitete über Jahrzehnte beharrlich im Bereich der figurativen Plastik. Während viele Bildhauer seiner Zeit sich stärker in Richtung Abstraktion oder Konzeptkunst orientierten, hielt er an der menschlichen Figur fest. Damit steht er in einer Linie mit Künstlern wie Georg Baselitz oder Markus Lüpertz.
Fischers Skulpturen erinnern an archäologische Fundstücke aus längst vergangenen Epochen. Sie sind selten detailgetreu, sondern betonen das Plastische, die Masse und die Bewegung. Der Künstler reduzierte Körper auf wesentliche Proportionen, ohne dabei ins rein Abstrakte zu verfallen. In seinem Werk dominieren abstrahierte weibliche Gestalten; daneben entstanden auch männliche Skulpturen, meist in Verbindung mit Reiterthemen oder Pferden.
Neumarkt in der Oberpfalz, die Stadt, in der er seine Jugendzeit verbrachte und der er bis zuletzt eng verbunden war, widmete ihm 2004 ein Museum, in dem ein großer Teil seines Lebenswerks und seines Nachlasses ausgestellt ist. Im gesamten Stadtgebiet finden sich viele weitere Skulpturen des Künstlers.























