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Judd, Donald

USA

* 3. Juni 1928 Excelsior Springs (MO)

† 12. Februar 1994 New York

Donald Judd, der zunächst als Maler begann, lehnte traditionelle Malerei und Skulptur ab; seine minimalistische Kunst zeichnet sich durch radikale Reduktion, strenge Klarheit und Ordnung aus. Als er Anfang der 1960er Jahre die Malerei zugunsten der Bildhauerei aufgab, verfasste er den für seine Kunst wegweisen Essay „Specific Objects“. Er stellte Mark di Suveros These, dass echte Künstler ihre Kunst selbst schaffen sollten, in Frage; nach seiner Ansicht spielten Methoden keine Rolle, solange das Ergebnis Kunst sei. Judd weigerte sich, seine Werke als Skulpturen zu bezeichnen, da er sie meist in kleinen Fabriken unter Verwendung industrieller Verfahren herstellen ließ.

Der Großteil von Judds Arbeiten besteht aus „spezifischen Objekten“; seine Gruppierungen aus Kuben und Quadern, die als Boden- oder Wandstücke konzipiert waren, machten ihn berühmt. Einfache Materialien wie Metalle, industrielles Sperrholz, Beton oder farbiges Plexiglas wurden zu Grundelementen seines Schaffens. Dabei spielt der Raum im Werk des Künstlers eine zentrale Rolle; seine Objekte sind immer auf ihre Beziehung zum Raum und zur Architektur hin konzipiert. In Marfa, Texas, wo er die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte, gestaltete er großflächig Räume und Gebäude als permanente Installationen, in denen Kunst und Raum eine Einheit bilden.