
Deutschland
* 1. Februar 1926 Gelsenkirchen
† 22. August 1990 Hannover
Günter Tollmann, der zunächst als Maler begann, wurde vor allem durch seine kinetischen Skulpturen bekannt. Wiederkehrendes Grundelement ist der Zylinder, in der Regel aus Edelstahl oder einer Kombination von Kunststoff und Stahl, oft gebürstet oder poliert für reflektierende Effekte.
Die meist aus einer Vielzahl von Zylindern und in mehreren Segmenten zusammengesetzten Skulpturen sind nicht starr, sondern bewegen sich schon durch leichte Windkraft oder Berührung. So entstehen durch die Drehungen immer neue Konstellationen, in deren glatten Oberflächen sich die Sonnenstrahlen spiegeln, die sich wiederum unterschiedlich in ihre Umgebung reflektieren. Der Künstler nannte die Werke dieser Serie selbst „Bäume der Zukunft“.
Tollmann arbeitete auch mit anderen geometrischen Grundformen wie Röhren, Balken oder Winkelelementen. Viele seiner Arbeiten wurden speziell für Plätze, Schulen, Museen oder Behörden geschaffen.




