
Deutschland
* 13. März 1939 Czeluścin
Die Skulpturen von Jürgen Goertz zeichnen sich durch eine einmalige Kombination von biologischen Formen mit technischen oder mechanischen Elementen aus. Der Künstler verbindet Tiere, menschliche Gesichter oder abstrakte Körper mit Formen aus Technik und Mobilität; geschwungene Linien, rotierende Bauteile oder kinetische Elemente vermitteln ein Gefühl von Bewegung. Durch die gemeinsame Verarbeitung von Edelstahl, Bronze, Gestein und Kunststoff wirken die Werke futuristisch oder ironisch, gleichzeitig aber auch oft unheimlich.
Mehr als 100 teils bewusst provozierende Arbeiten von Goertz befinden sich im öffentlichen Raum und sorgen für Gesprächsstoff und Auseinandersetzung. Die meist großformatigen Skulpturen stehen an exponierter Stelle, an Flughäfen, auf Verkehrskreiseln, vor Schlössern oder Bahnhöfen. 1987 sorgte der Künstler mit dem umstrittenen „Ku(h)riosum“ in Bietigheim-Bissingen für internationales Aufsehen.
Ein immer wiederkehrendes Thema ist die variierende Definition von Pferden, angefangen mit dem „Musengaul“ in Angelbachtal, dem „Anscavallo“ in Ansbach, dem „Turm der grauen Pferde“ in Bietigheim-Bissingen bis hin zum „S-Printing Horse“ vor der Print Media Academy in Heidelberg. Vor dem Berliner Hauptbahnhof krümmt sich ein gigantisches, 35 Tonnen wiegendes „Rolling Horse“; in Angelbachtal-Eichtersheim, dem Heimatort des Künstlers, sind im Schlosspark mehr als zehn seiner Skulpturen aufgestellt, darunter auch eine Kopie des „Ku(h)riosums“.


































































